Homöopathie & Darmgesundheit

Achtsamkeit für die entspanne Verdauung

Ein stressiger Alltag kann schnell mal über den Kopf wachsen. Stress wirkt sich gerne belastend auf Körper und Geist aus. Häufig reagiert der Verdauungstrakt mit Bauchschmerzen, Blähungen, Völlegefühl und Stuhlunregelmäßigkeiten.

Magen-Darm-Beschwerden zählen zu den häufigen Gesundheitsthemen in meiner Praxis. Hierbei beobachte ich, dass mangelndes Stressmanagement und psychische Belastung eine häufige Ursache sind.

Die Gedanken immer mal in die Achtsamkeit lenken kann helfen. Besonders autogenes Training, Meditationen und andere Entspannungsmethoden stärken Körper und Geist. Für manche Menschen reicht auch schon ein regelmäßiger Spaziergang durch die Natur, – übrigens bei jedem Wetter!

Der Darm denkt mit

Wussten Sie, dass der Darm ein eigenes Nervensystem besitzt, das sogenannte „enterische Nervensystem“ (ENS)? Es ist von der Struktur her dem Darm recht ähnlich und sorgt dafür, dass der Darm eigenständig reagieren kann. Er erkennt welche Nahrung wie verdaut werden muss und passt so die Verdauungsprozesse dem Nahrungsangebot eigenständig an. Dabei lernt er sich auf unterschiedliche Situationen einzustellen.

Reizdarmsyndrom – RDS

Beim Reizdarmsyndrom tritt der Durchfall meist tagsüber auf. Geschieht dies häufiger nachts, ist dies eher ein Hinweis auf eine organische Darmerkrankung. Solche Durchfallerkrankungen können die Nachtruhe sehr stören. Häufig sind es Magen-Darm-Infekte, welche von selbst wieder vergehen. Sollten solche Beschwerden über mehrere Wochen andauern, müssen diese unbedingt genauer abgeklärt werden.

Sind schwerwiegende chronische Darmerkrankungen bereits ärztlich abgeklärt, kommen diese Patienten häufig in meine Praxis und bitten um Rat und Hilfe. Sie berichten von eingehaltenen Diäten wegen vorliegender Nahrungsmittelunverträglichkeiten, ergebnislosen Darmspiegelungen und anderen frustrierenden Versuchen dem Geschehen entgegenzuwirken. Häufig wird am Ende die Diagnose REIZDARMSYNDROM (RDS) gestellt, welche sich im Grunde als eine „Durchfallerkrankung bei körperlicher Gesundheit“ übersetzen lässt.

Die gute Nachricht dabei ist, dass bis dahin bereits schwerwiegende körperliche Ursachen medizinisch ausgeschlossen wurden. Die andere Seite ist, dass dieses belastende Leiden einfach weiter geht. Eine körperliche und auch geistige Erschöpfung wird häufig zur dauerhaften Begleiterscheinung. Diese Patienten sind müde, schlapp und mit der Gemütslage sehr am Boden.

Sodbrennen

Magen-Darm-Erkrankungen verursachen häufig auch Schlafstörungen. So fließt beispielsweise beim Sodbrennen, welches durch einen zu lockeren Mageneingangsmuskel verursacht wird (Refluxerkrankung), Magensäure hinauf in die Speiseröhre. Insbesondere bei flacher, auf dem Rücken liegender Schlafposition treten diese Beschwerden auf. Dabei kann die Säure bis in den Mund oder auch bis in die Speiseröhre gelangen. Neben Schmerzen in der Brust und saurem Aufstoßen, kann es auch zu Atemnot, Heiserkeit und Reizhusten kommen.

Häufiges oder gar regelmäßiges Sodbrennen sollte grundsätzlich abgeklärt und behandelt werden. Leider wird es manchmal verharmlost oder gar ignoriert und es entstehen weitaus kompliziertere Krankheitsbilder daraus. Bitte lassen sie häufig auftretendes Sodbrennen immer abklären und behandeln.

Träger Darm und Obstipation

Eines der häufigsten Magen-Darm-Probleme ist die Obstipation (Verstopfung). Etwa ein Viertel der Erwachsenen leiden darunter. Die Häufigkeit des Stuhlgangs ist sehr individuell, doch spätestens alle drei Tage sollte der Darm sich entleeren können. Fühlt der Mensch sich dabei wohl, ist alles in bester Ordnung. Stellen sich Müdigkeit, Schwäche oder Ähnliches ein, sollte genauer geschaut werden, wo die Ursache liegt.

Homöopathie kann bei verschiedenen Formen der Verstopfung gute Dienste leisten, indem Sie die Normalisierung der Darmtätigkeit unterstützen. Bei entsprechender Indikation und hartnäckigen Fällen kommt eventuell auch eine Darmsanierung in Betracht. Aus der Gesamtheit der Symptome ergeben sich die Behandlungsoptionen.

Darmfreundliche Ernährung als Grundlage

Zu einem darmfreundlichen Lebensstil gehören eine ballaststoff- und flüssigkeitsreiche Ernährung und gründliches Kauen. Genussmittel sollten eingeschränkt werden. Besonders gut ist körperliche Bewegung, diese hält den Darm in Schwung. Ein ungünstiger Lebensstil macht den Darm träge.

Verursachen Medikamente eine Verstopfung, sollten sie darüber mit Ihrem behandelnden Therapeuten sprechen. Oft hilft eine Dosisanpassung, oder der Arzt kennt ein alternatives Medikament um hier Abhilfe zu schaffen. 

Verstopfung kann allerdings auch ein sehr ernst zu nehmendes Symptom bei schweren körperlichen Grunderkrankungen wie z. B. bei einer Schilddrüsenunterfunktion oder bei Diabetes sein. Manche Medikamente, wie Psychopharmaka, säurebindende Mittel gegen Sodbrennen, harntreibende Medikamente, Schmerzmittel oder Eisenpräparate und vieles mehr können ebenso eine Ursache sein. Sind schwere Grunderkrankungen ärztlich abgeklärt, ist eine Behandlung in meiner Praxis möglich.

Gesunder Darm, gesunder Mensch

Häufig kommen Patienten konkret mit dem Anliegen einer Darmsanierung zu mir. Allerdings stellen sich dann im Laufe des Gesprächs zu den Verdauungsthemen meist ganz andere und zusätzliche Problematiken dar. Schlafstörungen, Kopfschmerzen bis hin zur Migräne, Allergien, ständige Müdigkeit oder eine unerklärbare Erschöpfung. All das und vieles mehr kann tatsächlich im Darm seinen Ursprung haben. Genauer gesagt an einem gestörten Gleichgewicht der gesunden Bakterienvielfalt liegen, das Mikrobiom der Darmschleimhaut wäre hierbei aus dem Gleichgewicht geraten.

Darmsanierung

Eine Laboruntersuchung kann Klarheit bringen. Hierbei wird genau untersucht welches Ungleichgewicht der Darmbesiedlung vorliegt, welche Unverträglichkeiten vorliegen und wie dies alles behoben werden kann. Das Untersuchungsmaterial des Speziallabors händige ich aus, meine Patienten schicken diesen dann von zu Hause aus in das Labor, das Ergebnis besprechen wir ausführlich im anschließenden, persönlichen Termin.

Der Begriff „sanieren“ kommt übrigens aus dem lateinischen Wort „sanare“, es bedeutet so viel wie „helfen“ oder „wiederherstellen“.

Das eine Symbioselenkung notwendig wird, liegt häufig am Lebensstil. Bei langfristig notwendiger Medikamenteneinnahme, schlechter Ernährung oder bei Dauerstress wird die gesunde Bakterienvielfalt nachteilig beeinflusst.

Ziel einer Darmsanierung ist es die Zusammensetzung der Darmflora so zu lenken, dass sie wieder eine ausgewogene und damit starke „Gesundheitszentrale“ sein kann. Wovon der ganze Mensch und insbesondere auch das Immunsystem natürlich sehr profitieren können.

Bauchschmerzen. Völlegefühl. Blähungen.

Für Bauchschmerzen nach dem Essen gibt es unterschiedliche Ursachen. Häufig sind es Nahrungsmittelunverträglichkeiten, welche dann zunächst schmerzhafte Blähungen verursachen, auch Flatulenzen genannt, durch übermäßige Gasansammlungen im Magen-Darm-Trakt.

Unter anderem werden Sie beim Verdauen der Nahrung und auch im Darm selbst produziert und gehören zu den häufigsten Beschwerden des Bauchraumes.

Dies kann durch den Verzehr bestimmter Speisen überhandnehmen, ganz besonders im Falle von Nahrungsmittelunverträglichkeiten wie Laktose- oder Fruktoseintoleranz. Durch einen Enzymmangel können diese nicht gespalten oder wegen defekten Transportproteinen nur ungenügend transportiert werden. Damit gelangen unverdaute und damit schwer resorbierte Nahrungsbestandteile in die weiteren Darmabschnitte. Sie verbleiben dort über längere Zeit, was zur vermehrten Gasbildung führt.

Die Folgen sind Völlegefühl, ein aufgetriebener Bauch, Aufstoßen, Bauchschmerzen und manchmal auch Glucksen im Bauch. Abgehende Winde begleiten das Ganze besonders häufig. Festsitzende (inkarzerierte) Darmwinde die schlecht entweichen können verursachen weitere Beschwerden.

Homöopathie für die gesunde Verdauung

Die von wir angewandte Homöopathie nach Hahnemann betrachtet den Menschen als Ganzes. Nach ausführlicher Anamnese bestimme ich eine individuelle Arznei. Diese soll den Organismus in die Selbstregulation lenken und Beschwerden zum Abklingen bringen.

Meine ausführliche Anamnese führt zu einem individuellen Therapieplan. In den allermeisten Fällen sind Krankheitsverlauf und Symptomatik vielschichtig. Basierend auf dem Jahrhunderte alten Wissen von Dr. Samuel Hahnemann wird eine Einzelmitteltherapie eingeleitet.

Symbioselenkung

In manchen Fällen wird meine homöopathische Behandlung mit einer Darmsanierung kombiniert, – je nach Fall. Die mikrobielle Therapie in Kombination mit der Homöopathie unterstützen einen nachhaltigen Behandlungsweg, um das Gleichgewicht der Darmflora wieder herzustellen.

Eine Beratung zur Ernährung ist oft angezeigt. Hier reichen in vielen Fällen schon ein paar Tipps und kleinere Nahrungsumstellungen, um mehr Wohlbefinden für die Patienten zu erreichen. Strenge Diäten sind häufig überflüssig.


Foto: Elionas2 / pixabay.com

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Praxis für Homöopathie
Petra Wallmeier – Heilpraktikerin

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